9.1 Eine Maschine wird nicht inventarisiert. Was muss ich tun?

Wenn eine oder mehrere Maschinen nicht inventarisiert werden, kann dies eine Reihe von Ursachen haben. Der nachfolgende Abschnitt geht den Prozess Schritt für Schritt durch und gibt Hinweise und Anregungen zur Fehlerursache und deren Behebung.

Auf der Maschine, auf welcher der ScriptAgent läuft Zuerst ist zu prüfen, ob der ScriptAgent ordnungsgemäß läuft und ob die zu prüfende Maschine in den Logs 9.3 auftaucht. Ist dies der Fall, ist die IP-Konfiguration - mit Range, White- und Blacklist - als Ursache auszuschließen. Ein Eintrag wie

2016-09-08 15:46:41,172 [Worker9] INFO  Tools.Exec [(null)] - The handle is invalid.  
2016-09-08 15:46:41,172 [Worker9] INFO  Tools.Exec [(null)] - Connecting to XX.XX.XX.XX...

bedeutet, dass die Maschine für den Dienst nicht erreichbar war. XX.XX.XX.XX stellt die IP - Adresse dar, welche versucht wurde. Mögliche Ursachen sind:

  • Hinter der IP befindet sich kein Rechner
  • Der Rechner ist ausgeschaltet, (re-)bootet gerade oder wird durch eine Firewall geschützt
  • Der Benutzer unter dem der ScriptAgent-Service läuft hat auf dem Rechner keine ausreichenden Rechte

Folgender Log-Auszug zeigt ein erfolgreiches Verbinden zur Maschine

2016-09-08 15:46:41,375 [Worker2] INFO  Tools.Exec [(null)]  
- Starting ..\..\CPL24ScriptInventory.exe on XX.XX.XX.XX...

Auf der betroffenen Maschine selbst Kann der ScriptAgent als Ursache ausgeschlossen werden, so kann die Ursache noch am Gerät selber liegen.

  • CPL24ScriptInventory.exe muss sich unter %WINDIR% befinden (also i.d.R. C:\Windows\
  • Die Dateiversion (Letztes Änderungsdatum bzw. der Signatur Zeitstempel) entspricht der Vorgabe des ScriptAgents (Im ScriptAgent-Verzeichnis)
  • Die Eigenschaften der Datei zeigen ein gültiges Zertifikat und somit eine geschlossene Zertifikatskette vgl. Abbildung 9.1


    PIC
    Abbildung 9.1: Eigenschaften Seite mit korrekter Zertifikatskette


  • Unter %WINDIR%\Temp\ existiert ein Verzeichnis mit dem Namen "SI", welches jederzeit gelöscht werden darf, da es bei einer erneuten Inventarisierung wieder erstellt wird.
  • Es gibt die Datei version.txt und versiondl.txt. Wenn es zusätzlich noch eine Datei gibt mit .err als Dateiendung, enthält diese Informationen über die Ursache für einen gescheiterten Download.
    • Als erste Zeile wird die verwendete Download-URL angegeben wobei der Anfang der URL immer der konfigurierten Update-URL entsprechen sollte.
    • Evtl. verhindern falsche oder (zu) restriktive Proxy-Einstellungen den Zugriff
    • Ggf. kann die HTTPS-Verbindung nicht verifiziert werden, weil die Zertifikatskette unterbrochen ist. Prüfen Sie bitte dann die entsprechenden (Root-)CAs
  • Es existieren im SI-Verzeichnis die Dateien out.fs bzw. out.fs.err.txt
  • In dem Verzeichnis %WINDIR%\Temp\SI\ gibt es eine Datei mit dem Namen FileTransferApp.log und diese enthält am zu erwarteten Zeitstempel einen Eintrag. Vgl. Abb. 9.2
     
    12016-09-08 15:45:56,390 [1] INFO  FileTransfer.FileTransfer [(null)] - Response: 
    2<s:Envelope xmlns:s="http://schemas.xmlsoap.org/soap/envelope/"><s:Body> 
    3<sendXMLDataResponse xmlns="http://tempuri.org/"> 
    4<sendXMLDataResult>OK</sendXMLDataResult></sendXMLDataResponse></s:Body></s:Envelope> 
    52016-09-08 15:45:56,437 [1] INFO  FileTransferApp.Program [(null)] - Result OK?: True

    Abbildung 9.2: Auszug aus einer FileTransferApp.log


    Ist das "Result" nicht OK (Result OK?: False) liefert die vorherige Zeile ggf. Aufschluss über die Ursache. War das Result OK, wurde die Information zum RSaF2.3 übertragen, aber

    • ggf. verworfen, weil das Format nicht stimmt
    • keine Lizenzmeldungen verschickt werden konnten
    • es trat bei der Verarbeitung ein Fehler auf

    Dieser Absatz gilt nur für die SaaS Variante In der SaaS - Lösung kann noch eine Ursache sein, dass Ihr (Demo-)Account abgelaufen ist bzw. Ihr Account zu wenige Punkte aufweist um die Inventarisierung aufrecht zu erhalten. Das Register-Portal 6.1 liefert Ihnen in diesem Fall weitere Informationen.

    Die RSaF 2.3 - Logs 9.3 liefern hier weitere Details